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Aktionsbündnis gegen Darmkrebs von PKV und GKV trägt Früchte

Jahr für Jahr erkranken allen in Deutschland rund 70.000 Menschen neu an Darmkrebs. Das Risiko an dieser Krebsform zu erkranken liegt sehr hoch, wenn eine familiäre Vorbelastung besteht, kann aber auch durch verschiedene andere Ursachen erworben worden sein. Besonders stark gefährdet an Darmkrebs zu erkranken sind Menschen über 55 Jahre. Vorsorge ist das einzige Mittel, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn im Frühstadium erkannt ist Darmkrebs noch heilbar.

Inzwischen haben sich aus diesem Grund innerhalb der letzten zwei Jahre dem damals ins Leben gerufene Aktionsbündnis gegen Darmkrebs schon über 60 Krankenkassen aus den Bereichen der GKV und der PKV angeschlossen. Hierzu gehört seit kurzem auch die Barmenia Krankenversicherung a. G.

Kostenlose Tests für die ab 55-jährigen

Diese wird nun bald ihren Mitgliedern ab 55 Jahren gezielte Informationen über Darmkrebs zukommen lassen und hofft, dass viele die Möglichkeit nutzen, sich untersuchen bzw. testen zu lassen. Diese Untersuchung, die aus einem immunologischen Stuhltest besteht, ist kostenlos für die ab 55-jährigen. Alternativ kommt eine Darmspiegelung in Frage. Wissenschaftlich begleitet wird das Aktionsbündnis durch die Universität Duisburg-Essen. Diese ist für die Auswertungen zuständig, damit sich der Aufwand ökonomisch ebenfalls lohnt. Viele Krankenkassen haben bereits gute Erfahrungen mit dem erweiterten Einladungsmanagement zur Darmkrebs-Prophylaxe gemacht.

225.000 Versicherte angeschrieben

Bisher wurden durch die Krankenkassen rund 225.000 Versicherte angeschrieben. Davon haben sich 28 Prozent einen Stuhltest schicken lassen und 64 Prozent davon schickten diesen auch zur Auswertung zurück. Das heißt getestet wurden bisher rund 41.000 Personen, von denen 2.177 Versicherte, also 5,3 Prozent eine Empfehlung gegeben wurde, dass sie eine Koloskopie durchführen lassen sollen. Es ist daher davon auszugehen, dass mit dem Aktionsbündnis einigen Menschen bereits das Leben gerettet wurde.

Wie Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbands e. V. sagte, strebe man seitens der Betriebskrankenkassen an, dass „… dieses Einladungsverfahren in der Regelversorgung gesetzlich Versicherter zu etablieren. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll möglichst bald ein Einladungsverfahren beschließen, welches dann als Versorgungsroutine allen gesetzlich Versicherten zugutekommt“.

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