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Allianz senkt die Beiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV)

Im Markt der privaten Krankenversicherung (PKV) wird mit harten Bandagen gekämpft. Nachdem 2012 erstmalig seit vielen Jahren die Zahl der Mitglieder in der PKV zurückging, suchen die Versicherungen nach Möglichkeiten, neue Kunden an sich zu binden. Schwergewichte der Branche wie zum Beispiel die Allianz können es sich leisten, auf Grundlage ihrer Kapitalausstattung die Gebühren zu senken.

Und genau diesen Schritt hat die Nummer drei unter den PKV in Deutschland nun angekündigt: 2014 werden die Beiträge für eine PKV bei der Allianz im Durchschnitt senken. Viele bestehende Verträge bleiben von dieser Maßnahme indes unberührt. Für die meisten Versicherten wird sich nichts ändern. Bei wenigen Tarifen müssen die Versicherten sogar mit Erhöhungen rechnen. Neukunden können sich allerdings über deutlich günstigere Konditionen freuen: Bis zu zehn Prozent sollen die Beiträge in der Vollversicherung bei der Allianz niedriger ausfallen als das bislang der Fall gewesen ist.

Die Allianz kann sich diese Maßnahme derzeit leisten, weil sie über eine solide Ausstattung mit Kapital verfügt. Andere Anbieter der PKV können den Schritt der Beitragssenkungen nicht ohne weiteres anbieten. Für sie ist es schon schwer, die Renditen zur Bildung von Altersrückstellungen zu realisieren. Bei den derzeit niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt dürfte es den meisten Anbietern in der PKV schwer fallen, den Rechnungszins in Höhe von 3,5 Prozent zu erwirtschaften. Bei der Allianz bleibt der Zins in dieser Höhe bestehen – das gilt zumindest für Bestandskunden. Im vergangenen Jahr hatte die Allianz noch die Beiträge durchschnittlich erhöht, um die neuen Unisex-Tarife anbieten zu können, wie es gesetzlich gefordert wird.

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