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Ohne Krankenversicherung in Deutschland?

Vereinfacht ausgedrückt lässt sich sagen, dass in Deutschland eine Pflicht zur Krankenversicherung herrscht. Und doch gibt es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland knapp 140.000 Menschen, die keine Krankenversicherung aufweisen. Wie kann es dazu kommen?

Wer ist krankenversicherungspflichtig?

Oft kommt es dazu, wenn Alleinstehende selbständig arbeiten, die Arbeit aber zu wenig Geld abwirft, dass man sich davon eine Krankenversicherung leisten könnte. Dann entscheiden sich manche, dass sie sich nicht bei einer Krankenversicherung melden. Dabei müssten sie das eigentlich: Wer mehr als 400 Euro im Monat verdient und weniger als aktuell 53.550 Euro im Jahr, der muss sich gesetzlich krankenversichern. Auch Studenten, Rentner und die Empfänger von Transferleistungen wir Arbeislosengeld oder Hartz IV sind krankenversicherungspflichtig.

Gesetzlich oder doch lieber privat versichern?

Wer nicht zu den oben genannten Gruppen gehört oder nicht in diesen Gehaltsgrenzen steckt, muss sich entscheiden, ob man sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lässt oder ob man in die Private Krankenversicherung wechselt. Eines von beiden muss man allerdings tun: Auch hier gilt also die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen.

Ärzte dürfen Nichtversicherte nicht abweisen

Wer dennoch durchs Raster fällt, kann sich dennoch neu versichern lassen, muss dann allerdings Beiträge der letzten vier Jahre zurück zahlen. Nach vier Jahren verjähren Beitragsschulden. Ärzte dürfen Nichtversicherte übrigens nicht abweisen. Sie müssen sie behandeln – insbesondere in einem Notfall. Allerdings dürfen sie das Honorar anschließend in Rechnung stellen und den Nichtversicherten damit wie einen privat Versicherten behandeln. In diesem Fall drohen recht hohe Kosten.

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