Pflegezusatzversicherung: Damit das Alter nicht den finanziellen Ruin zur Folge hat
In unserer Gesellschaft werden die Menschen auf Grund des medizinischen Fortschritts zum Glück immer älter. Allerdings darf man auch im Angesicht dieser sehr erfreulichen Tatsache nicht die Augen vor den Schattenseiten einer alternden Gesellschaft verschließen. Ein primäres und zukünftig weiter wachsenden Problem wird die Finanzierung der Pflegebedürftigkeit sein.
Die Gesetzliche Pflegeversicherung war bereits bei deren Gründung Mitte der 90er Jahre fast nur eine Art Notstopfen für die explodierenden Kosten des Gesundheits- und Pflegesystems. Kommt es heute zum Pflegefall in einer Familie, muss entweder das Sozialamt einspringen oder es geht an das Vermögen und Einkommen der Familie, besonders dann, wenn eine stationäre Versorgung und Unterbringung der Bedürftigen notwendig ist.
Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Familien ihr mühsam erspartes und erarbeitetes Vermögen gegen der langen Hand des Staates absichern. Denn selbst dann, wenn nur die notwendigsten Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden, reicht die Gesetzliche Pflegeversicherung bei weitem nicht aus.
Sogar beim günstigsten Pflegeheim muss mit monatlichen Gesamtkosten in Höhe von ca. 3.000 Euro gerechnet werden. Davon werden jedoch gerade einmal die Hälfte von der Gesetzlichen Pflegeversicherung abgedeckt!
Eine private Pflegezusatzversicherung sollte also schon mindestens ein Pflegetagegeldsatz in Höhe von 50 Euro absichern, damit die Unterdeckung kompensiert wird.
Wichtig bei einer privaten Pflegezusatzversicherung sind aber besonders auch die kleingedruckten
Versicherungskonditionen, die in einem ausführlichen und übersichtlichen Versicherung Vergleich miteinander nach ihrer Wichtigkeit gewichtet verglichen werden sollten, bevor man die Entscheidung für einen bestimmten Tarif trifft.
Da die meisten Pflegefälle nicht gleich eine stationäre Betreuung bedürfen, sollte eine Pflegezusatzversicherung auf jeden Fall auch für alle drei Pflegestufen leisten und zwar unabhängig davon, ob die Gesetzlichen Pflegeversicherung eine Pflegetagegeld zahlt oder nicht, da die gesetzlichen Voraussetzungen sehr streng gefasst sind und nicht der wirklichen Bedürftigkeit für einen Pflegefall gerecht werden.
Eine Pflegezusatzversicherung ist ein komplexes Thema, daher sollten sich die Antragsteller neben dem Pflegezusatzversicherung Vergleich im Zweifelsfall auch unbedingt von einen unabhängigen Versicherungsexperten vor Abschluss eingehend beraten