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PKV wollen einfachere Möglichkeiten zur Beitragsanpassung

Noch laufen die Koalitionsverhandlungen. Demnach ist es für einzelne lobbystarke Branchen aktuell wichtig, ihre Forderungen nach Berlin zu formulieren. So machen es auch die Anbieter von privaten Krankenversicherungen (PKV). Sie fordern von der Politik, dass es leichter möglich wird, die Grundlage zur Kalkulation von Versicherungsbeiträgen in die PKV zu reformieren. So planen die Anbieter kleine Beitragserhöhungen und weniger deutliche Sprünge bei den Beiträgen zur PKV. Im Großen und Ganzen sollen die Versicherten aber nicht mehr bezahlen als bislang.

Die privaten Versicherungsunternehmen haben ihre Forderungen in Richtung Berlin formuliert: Sie wollen vor allem einfachere Möglichkeiten, um Beitragserhöhungen durchzusetzen. Hierzu wird gefordert, dass die Kalkulationsgrundlagen reformiert werden. Bislang gilt: Liegen die tatsächlichen Kosten für die Anbieter der PKV um mindestens fünf Prozent höher als die kalkulierten Kosten, dann können Beiträge angehoben werden – ansonsten nicht. Liegen die tatsächlichen Kosten um mindestens zehn Prozent höher als die kalkulierten Kosten, dann müssen die Beitragssätze sogar erhöht werden.

In der Praxis stellt sich das Problem, wenn zum Beispiel mehrere Jahre in Folge die Kosten um vier Prozent höher ausfallen als die Kalkulation: Dann können die Beiträge nicht angehoben werden. Steigen die Kosten dann nach einigen Jahren um mehr als fünf Prozent, steigen die Beiträge sofort schlagartig. Die Branchenvertreter argumentieren, das sei sowohl für Versicherte als auch für Versicherer unbefriedigend. Besser sei es, regelmäßig kleiner Anpassungen bei den Beiträgen vornehmen zu können – in der Summe wolle man von den Versicherten keine höheren Beiträge verlangen.

Zudem wird gefordert, dass es auch Angestellten mit einem niedrigeren Einkommen ermöglicht wird, leichter in die PKV zu wechseln. Hierzu solle die Beitragsbemessungsgrenze bei 48.600 Euro liegen und nicht wie derzeit ab 2014 geplant bei 53.550 Euro.

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