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Private Krankenversicherung für Selbstständige

Auch für Selbstständige besteht in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung. Und genau wie bei den Angestellten besteht für sie die Wahl zwischen den gesetzlichen und den privaten Versicherungen. Welcher Versicherungsschutz in welchem Umfang nötig oder ratsam ist, muss sich natürlich jeder selbst beantworten.

Ein paar Grundlagen

Generell sichert eine Krankenversicherung die berufliche Existenz des Versicherungsnehmers ab und aus genau diesem Grund hat der Gesetzgeber auch entschieden, dass eine Versicherungspflicht unumgänglich ist. Schon seit 2009 muss somit jeder Einwohner der Bundesrepublik, der sich mit einem Gewerbe selbstständig gemacht hat, einen ausreichenden Gesundheitsschutz vorweisen können. Dementsprechend können aber auch die Beiträge steuerrechtlich geltend gemacht werden.

Eine Private Krankenversicherung bedeutet nicht zwingend unerschwingliche Beiträge. Entschließt man sich, den Wechsel zu vollziehen, kann man auf viele spezielle und relativ günstig konditionierte Angebote der Versicherungen zurückgreifen, die eigens für Selbständige konzipiert wurden.

Private Krankenversicherung – worauf man achten sollte

Zu den Mindestleistungen im Versicherungsumfang sollten unter allen Umständen ambulante, stationäre und Zahnleistungen gehören. Das Krankentagesgeld ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen. Die sogenannten Luxusleistungen verschlingen meist einen großen Teil des Kapitals. Man sollte also stets überprüfen, ob die Leistungen auch wirklich notwendig sind und ob sie nicht vielleicht später einfach dazu bestellt werden können, wenn die finanzielle Situation es eher zulässt. Im Normalfall ist auch ein Tarif für das Krankenhaustagegeld nicht nötig. Viel wichtiger ist dagegen – zwecks Schutzes gegen Einkommensausfall – das bereits erwähnte Krankentagegeld. Bei der Wahl eines potenziellen Versicherers ist darauf zu achten, dass er vernünftige und nachvollziehbare Prämien anbietet und in dem Ruf steht, gut zu wirtschaften.

Krankenversicherung für Künstler

Was für die gewöhnlichen Unternehmer gilt, ist auch für Künstler und Publizisten bindend. Schon seit 1983 gilt auch für Künstler der gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz. Vorab ein wenig Begriffserklärung: Vor dem deutschen Gesetz ist ein Künstler oder Publizist ein Selbständiger, der erwerbsmäßig eine dauernde künstlerische Tätigkeit ausübt. Unter diesen Begriff fällt vor allem das Schaffen, Ausüben oder Lehren von Musik, darstellender oder bildender Kunst und die Arbeit als freier Schriftsteller, Journalist oder Publizist. In den letzten Jahren wurde diese Regelung immer weiter verbessert und an die heutige Künstlerszene angeglichen. In den ersten fünf Jahren seines gewerblichen Schaffens gilt der Künstler als Berufsanfänger. Während dieser Zeit kann er sich aussuchen, ob er der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten oder sich bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichern will. Für den Fall, dass ein Berufsanfänger in Folge einer Prüfung durch die Künstlersozialkasse von der Versicherungspflicht befreit worden ist, bleibt er in der Regel trotzdem bis zum Ablauf der besagten fünf Jahre gesetzlich versichert.

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