Skip to main content

Voraussetzung für Wechsel in die Private Krankenversicherung

Die wesentliche Voraussetzung für den Wechsel von GKV in die PKV ist das Ende der Versicherungspflicht. Diese endet mit der Aufnahme einer freiberuflichen oder selbstständigen Tätigkeit, wobei für den Wechsel in die PKV kein Mindesteinkommen erzielt werden kann. Des Weiteren ist nicht mehr gesetzlich krankenversichert, wer als Arbeitnehmer drei Jahre lang ein die Versicherungspflichtgrenze übersteigendes Einkommen erzielt hatte und ein solches auch im laufenden Jahr erreichen wird. Für den Wechsel von der privaten Absicherung in die gesetzliche Krankenversicherung gilt die Aufnahme eines auf Dauer angelegten Beschäftigungsverhältnisses mit einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze als Voraussetzung. Zudem darf der Versicherungsnehmer in diesem Fall nicht älter als 55 Jahre sein.

Versicherungspflichtgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze bestimmt, ab welchem Einkommen eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht besteht und der Angestellte sich über die private Krankenversicherung gegen Krankheitskosten absichern kann. Die Inanspruchnahme der Versicherungsfreiheit in der GKV führt auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen dazu, dass eine Versicherung in der PKV verpflichtend abgeschlossen werden muss. Die Versicherungspflichtgrenze betrug für das Jahr 2007 47250 Euro im Jahr und stieg für das Jahr 2008 um ein Prozent auf 47500 Euro. Im Jahr 2009 betrug die Versicherungspflichtgrenze 48600 Euro, während ihre aktuelle Höhe bei 49950 Euro Jahresverdienst liegt. Für Arbeitnehmer, welche am 31.12.2002 privat krankenversichert waren, gilt eine ermäßigte Versicherungspflichtgrenze. Die aktuellste Versicherungspflichtgrenze 2012 finden Sie hier.

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist identisch mit der Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Arbeitnehmer, welche diese Grenze in drei aufeinanderfolgenden Jahren überschreiten, können sich über die private Krankenversicherung gegen Krankheit absichern. Der Begriff Jahresarbeitsentgeltgrenze ist gegenüber dem Wort Versicherungspflichtgrenze vorzuziehen, da auch beim Überschreiten eine Versicherungspflicht besteht, diese kann dann auch durch die Versicherung bei einer privaten Krankenkasse erfüllt werden. Die aktuelle Höhe der Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt 49950 Euro, für das Jahr 2009 galten 48600 Euro. In den Jahren 2008 und 2007 lag die Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 47500 bzw. 47250 Euro. Etwas geringere Beträge gelten für Versicherte, welche bereits am 31.12.2002 in der privaten Krankenversicherung versichert waren.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung

Die aktuelle Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2012 ist soeben vorläufig festgelegt worden. Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Betrag des Arbeitseinkommens, welcher für die Berechnung des Beitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen wird. Ein die Beitragsbemessungsgrenze überschreitendes Einkommen erhöht den Beitrag zur GKV dementsprechend nicht. Die gegenwärtige Beitragsbemessungsgrenze beläuft sich auf jährlich 45000 Euro, im vergangenen Jahr betrug sie 44100 Euro, während die Werte für 2008 und 2007 bei 43200 bzw. 42750 Euro lagen. Von der Beitragsbemessungsgrenze zu unterscheiden ist die etwas höhere Versicherungspflichtgrenze. Ein Ziel der Beitragsbemessungsgrenze besteht darin, auch Angestellten mit einem höheren Einkommen einen Anreiz zum Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bieten.

Ähnliche Nachrichten: